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Das „Wood Wide Web": Wie Bäume unter der Erde miteinander reden

28. Juli
1 Min. Lesezeit
Symbolbild: Pilz im Wald · Foto: CC BY 2.0

Symbolbild: Pilz im Wald · Foto: CC BY 2.0

⏱ 55 Sek. Lesezeit

Ein Wald sieht aus wie eine Ansammlung einzelner Bäume. Doch unter der Erde sind viele von ihnen miteinander verbunden – durch ein feines Netz aus Pilzfäden, das Forscher halb im Scherz „Wood Wide Web" getauft haben, in Anlehnung an das World Wide Web.

Die Pilze legen sich wie ein Geflecht um die Wurzeln der Bäume und verbinden sie miteinander. Über dieses Netzwerk fließen Wasser, Zucker und Nährstoffe. Große, alte „Mutterbäume" können auf diese Weise jüngere Bäume mitversorgen. Manche Studien deuten sogar darauf hin, dass Bäume über das Netz Warnsignale austauschen, etwa wenn Schädlinge angreifen.

Für die Pilze ist das kein Altruismus, sondern ein Tauschgeschäft: Sie erhalten von den Bäumen Zucker aus der Fotosynthese und geben dafür Nährstoffe aus dem Boden zurück, an die die Baumwurzeln allein nicht herankämen.

Wichtig zur Einordnung: Wie weit die „Kommunikation" der Bäume wirklich geht, ist in der Forschung umstritten. Manche Wissenschaftler warnen davor, das Bild zu romantisieren – belegt ist der Nährstoffaustausch, die bewusste „Absprache" der Bäume ist es nicht.

Warum das zählt: Es verändert unseren Blick auf den Wald – weg vom Kampf einzelner Bäume, hin zu einem vernetzten System. Das hat auch Folgen dafür, wie wir Wälder schützen und aufforsten sollten.

Eigene Zusammenfassung auf Basis öffentlich zugänglicher ökologischer Forschung. Umstrittene Punkte sind als solche gekennzeichnet.

Symbolbild · Foto: Amanita muscaria, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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