Merz baut das Kabinett um – begleitet von Pannen
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Symbolbild: Reichstagsgebäude Berlin · Foto: Wikimedia Commons (CC0)
Es sollte ein Signal des Aufbruchs sein – geworden ist es ein Signal des Chaos. Bundeskanzler Friedrich Merz hat gestern seine Kabinettsumbildung verkündet. Doch was als geordneter Neustart gedacht war, geriet zur Pannenserie.
Ausgelöst wurde alles durch den Rücktritt von Jens Spahn. Merz nutzte den Abgang für einen größeren Personalwechsel – eigentlich erst für September geplant. Der überstürzte Zeitpunkt brachte Tempo, aber auch jede Menge Durcheinander.
Am sichtbarsten wurde die Panne beim Verkehrsressort: Merz' Wunschkandidat Fritz Güntzler sagte über Nacht ab. Der Kanzler stand ohne Nachfolger da – schon wieder ein Kommunikationsfehler, der Schlagzeilen machte.
Im Detail ist das Bild freundlicher, als es der erste Eindruck vermuten lässt. Carsten Linnemann übernimmt das Gesundheitsressort, Nina Warken wird Kanzleramtschefin, Philipp Amthor Bund-Länder-Koordinator. Das Team wird jünger und weiblicher.
Dennoch bleibt der schale Beigeschmack: Ein Kanzler, der Geschlossenheit demonstrieren wollte, wirkt nach diesem Tag vor allem gehetzt. Wie es weitergeht, entscheidet sich kommende Woche – auch der Posten des CDU-Generalsekretärs ist noch offen.





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